Norwegische Waldkatzen

Von den Wallufer Waldgeistern

 

Wie finde ich den richtigen Züchter?


Diese Frage ist wirklich sehr schwer zu beantworten.

Wie bei fast allen Gruppen von Züchtern gibt es gute und schlechte Züchter, einmal ganz davon abgesehen, dass es mitunter Rivalitäten gibt, was jedoch absolut nichts über die Qualität der einzelnen Zucht aussagt.

Also muss die Sache anders angegangen werden.

Stellen wir uns einmal vor Sie haben auf einer Homepage ein für Sie richtig hübsches Tier gefunden und möchten gerne einen Besuchstermin ausmachen. Dabei gilt, niemals an einem Tag mehrere Catterys aufzusuchen, da jeder Bestand andere Keime hat und Sie diese von Einer in die Andere Zucht tragen würden.

Um sich vielleicht schon in einem vorab geführten Telefonat über die Züchter ein kleines Bild zu verschaffen haben Sie sich über das Jungtier, die Elterntiere, die Größe des Katzenbestandes und vielleicht sogar über die, falls vorhandenen Berufe der Züchter / Züchterin informiert. Anhand von so banaler Fragen können Sie sich jedoch schon einmal ein kleines Bild über diese Zucht verschaffen.

Nehmen wir einmal an Sie bekommen zur Antwort: „Mein Mann arbeitet bei einer Versicherung und ich bin Grundschullehrerin, zusammen haben wir nur eine kleine Hobbyzucht mit insgesamt 8 Tieren, von denen zwei schon Kastraten sind.“


Was könnte Ihnen das sagen?

Die Antwort ist denkbar einfach, vorausgesetzt die Aussagen entsprechen der Wahrheit.

Beide haben einen festen Beruf und können sich Zeit und Geld einteilen um 8 Katzen ein schönes zu Hause und eine gute und ausreichende Ernährung zu bieten und die Tiere, auch im Krankheitsfall, von einem Tierarzt behandeln zu lassen.

Ebenfalls spielt auch der Zeitfaktor eine große Rolle.

Pro Tier, natürlich ist dies nur eine hypothetische Rechnung, berechnen wir einmal mit 15 Minuten Einzelzuwendung. Ergäbe zusammen 2 Stunden der Zuwendung (streicheln, spielen), dazu käme noch der Zeitaufwand der Toilettenreinigung und die des Fütterns, den wir mal mit eineinhalb Stunden berechnen, plus Reinigung der Wohnräume mit rund einer Stunde. Sind zusammen 4 1/2 Stunden die zu zweit locker zu schaffen sind, um den Tieren gerecht werden zu können.

Jetzt können wir uns noch den finanziellen Aspekt ansehen.

Für die Haltung einer Katze, bei einer rundum guten Versorgung, (Futter, Katzenstreu, Spielzeug, Kratzbäumen, Tierarztbesuchen ec.) berechnen wir mal pro Tier zwischen 40 und 50 Euro im Monat, was wahrlich nicht hochgegriffen ist. Dies ergibt eine Summe zwischen 320 und 400 Euro monatlich. Worin unkalkulierbare Tierarztbesuche nicht inbegriffen sind, die schnell einmal ein paar hundert Euro ausmachen können. Aber anhand dieses kleinen Beispiels wäre im besten Fall davon auszugehen, dass dieses Paar, zeitlich als auch finaziell in der Lage ist acht Katzen ein schönes zu Hause bieten zu können.


Nehmen wir einmal ein anderes Beispiel.

Ein Fernfahrer und eine Halbtagskraft hätten zusammen 30 Katzen und zwei Hunde.

Der Zeitfaktor wäre: 30 X 15 Minuten für die Zuwendung nur für die Katzen = 7,5 Stunden.

Dazu käme die Zeit für Fütterung, Katzenkloreinigung und Instandhaltung der Wohnräume mit nur 3 Stunden berechnet + 2 X 15 Minuten Zuwendung und eine Stunde Gassiegehen mit den Hunden, die wir mal mit 1 1/2 Stunden berechnen. Damit lägen wir bei rund 12 Stunden am Tag nur für die Tiere. Dazu käme noch der Halbtagsjob.

Die finanzielle Seite währe in Anbetracht dieser Verhältnisse noch schlimmer.

Wenn wir nur mal jede Katze mit 40 Euro im Monat berechnen kämen da rund 1200€ zusammen und nehmen wir einmal die Hunde dazu, die wir mal mit nur 50 Euro pro Tier berechnen, lägen wir bei 1300€.

An dieser Rechnung kann man sicherlich ermessen, dass niemand mit einem geringen Einkommen und wenig Zeit in der Lage ist, eine so große Anzahl von Tieren ordnungsgemäß halten und ernähren zu können. Dazu käme noch der Faktor Tierarzt, der bei einem so großen Tierbestand, in dem sich im Notfall alle Tiere gegenseitig anstecken könnten.

Ich denke es liegt auf der Hand wo in solchen Catterys gespart wird.


Daher sehen Sie sich genau um, wo und bei wem sie ein Katzenbaby kaufen wollen. Auch wenn man in einer Cattery, wie bei der zuletzt genannten, ein Baby eventuell günstiger bekommen kann, unterstützen Sie indirekt solche Art der Tierhaltung und ermöglichen es, dass weitere Generationen entbehrungsreich und unterversorgt rangezüchtet werden können.


Lassen Sie sich bei einem Cattery-Besuch alle Tiere zeigen. Ein guter Züchter wird Ihnen dies nicht verwehren und auch nicht das Sie einen Blick in die Impfpässe und sonstige Gesundheitszeugnisse werfen können.




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